UNGER CONSULT GmbH
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Dipl.-Ing. Stefan Knoll

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UNGER CONSULT – internationale Projekte

Für Projekte im Ausland gründete UNGER ingenieure 2004 eine eigene Gesellschaft: UNGER CONSULT mit Sitz in Darmstadt. Sie bündelt das Expertenwissen der UNGER-Gruppe in den Bereichen Wasser, Abwasser, Abfall, Infrastruktur und GIS bei der Planung und Realisierung von Projekten in verschiedenen Regionen der Welt.

In Kooperation mit Partnern wurden inzwischen Projekte der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung in der Türkei, in Jemen, in Rumänien, in Turkmenistan und in Kasachstan realisiert.


Ausgewählte Referenzprojekte:
Kläranlage Sanaa (Jemen)
Das rapide Wachstum der Hauptstadt Jemens machte den Ausbau der bestehenden Kläranlage auf eine Auslegungsgröße von 1,5 Millionen EW nötig. UNGER CONSULT plante den kompletten Ausbau der mechanischen und biologischen Abwasserreinigung sowie den Aufbau einer Schlammbehandlung mit Verwertung des Biogases.

ISPA Masterplan zur Ertüchtigung der Kläranlage und des Kanalnetzes, Suceava, Rumänien
Neue Mitgliedstaaten der EU müssen verbindliche EU-Standards einhalten. Die Stadt Suceava in Rumänien sah sich damit vor der Herausforderung, ihre Abwasserreinigung und -ableitung zu überplanen. UNGER CONSULT erarbeitete im Rahmen des EU-Förderprogramms (ISPA) zur Infrastrukturertüchtigung einen Masterplan nach ISPA-Standard für die Ertüchtigung der vorhandenen, aber in desolatem Zustand befindlichen Kläranlage sowie eine Grobkonzeption für die Abwasserableitung einschließlich der Regen- und Mischwasserbehandlung.

Die Leistungen im Einzelnen:
> Festlegung der Kläranlagen- Ausbaugröße und Ermittlung der Bemessungsdaten unter Berücksichtigung der Einwohner-, Gewerbe- und Industrieentwicklung im Einzugsgebiet (ca. 115.000 EW)
> Planung der Kläranlage mit weitergehender Nährstoffelimination inkl. Schlammbehandlung und Klärgasnutzung (Bau-, Maschinen- und Elektrotechnik)
> Nutzung, soweit wirtschaftlich vertretbar, der bestehenden Anlagenteile
> Entwicklung eines Konzeptes zum Umbau der Anlage (Bauabschnitte)
> Kanalnetzberechnung und Schmutzfrachtberechnung (Grobnetz)

Erweiterung der Kläranlage Astana, Kasachstan 
In Astana, der Hauptstadt Kasachstans, soll die Kläranlage für 640.000 EW erweitert werden. Das entsprach einer Verdopplung der bisherigen Auslegungsgröße der bestehenden Anlage. Die Erweiterung umfasst die Anlagenteile der biologischen Abwasserreinigung, die Schlammbehandlung mit Faulung und Entwässerung sowie die Aufbereitung, Speicherung und Nutzung des anfallenden Biogases.

Zunächst wurde die konzeptionelle Strategie der zukünftigen Klärschlammaufbereitung und -entsorgung untersucht. Es galt, aufgrund einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unter Berücksichtigung der Investitions- und Betriebskosten eine prinzipielle Lösung zu finden. Hierbei waren die möglichen Verfahrensschritte Stabilisierung, Entwässerung, Trocknung, Verbrennung, Deponie oder Landbau gegeneinander abzuwägen. Auf Basis dieser Untersuchung wurde als Schlammbehandlungskonzept die Verfahrenskette Faulung, Entwässerung und anschließende Verwendung im Landbau weiterverfolgt. Die Abwasserreinigung wurde ab der biologischen Stufe erweitert und diese für die weitgehende Nährstoffelimination der Parameter Stickstoff und Phosphor ausgelegt.

Begleitung der Inbetriebnahme und Schulung des Betriebspersonals - training-on-the-job für lokales Betriebspersonal
Nach dem Neubau der Kläranlage der südostanatolischen Provinzhauptstadt Diyarbakir mit einer Ausbaugröße von 900.000 EW, stellte sich die Frage nach der Inbetriebnahme der Anlage und dem Betrieb der Anlage durch lokales Personal. Mit finanzieller Unterstützung der KfW wurden im Auftrag der für die Abwasserentsorgung zuständigen Behörde Diyarbakir Water and Sewerage Authority (DISKI) die Begleitung der Inbetriebnahme sowie die Schulung des Betriebspersonals durch einen externen Berater durchgeführt.

Als Nachunternehmer der CONSULAQUA, Hamburg, war UNGER ingenieure mit seinem Expertenwissen und der langjährigen Erfahrung bei der Inbetriebnahme und Optimierung der Anlage und im Rahmen der Schulung des Betriebspersonals vor Ort tätig. Das Projektziel war es, lokales Personal durch gezielte Schulungsmaßnahmen in einem Zeitraum von fünf Jahren für die selbstständige Betriebsführung zu qualifizieren. Die Umsetzung erfolgte im laufenden Betrieb und in drei Projektphasen: Erarbeitung eines Betriebskonzeptes, Inbetriebnahme und Optimierung der Anlage sowie Schulung des Betriebspersonals.