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Ihr Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Thomas Zimmermann
Fachbereichsleiter Wasserbau

Tel.: 0761 68009-12
Wasserbau

Revitalisierung Taubergießen

Das Projekt auf einen Blick:

Auftraggeber: Regierungspräsidium Freiburg
Leistungen UNGER ingenieure: Entwurfs- und Ausführungsplanung, Bauüberwachung
Technische Daten: 2 Sohlgleiten von jeweils 100 m Länge, 1.500 m2 Spundwände, 15.000 m3 Bodenabtrag, neues Gerinne mit ständig überströmter Furt, Sohlgleite mit 20 m Länge zzgl. je 30 m Anrampungen, Fischaufstiege, 2 Schützbauwerke mit 5 m breiten Schützen, 5 Brückenbauwerke zur Vergrößerung der Abflussquerschnitte in den Gießengewässern
Baukosten: ca. 2 Millionen Euro

Internationales 2-Millionen-Projekt bringt Naturschutzgebiet ins Gleichgewicht

Das Wasser fließt wieder durch den Taubergießen. Zwischen Freiburg und Offenburg erstreckt sich über 12 km Länge und 2,5 km maximaler Breite das Naturschutzgebiet Taubergießen. Lange Zeit herrschte hier beinahe Stillstand, die Gießen und Altrheinarme verschlammten, die Auen degenerierten. Die Begradigung des Rheins zum Hochwasserschutz nach Plänen des Wasserbauingenieurs Tulla Mitte des 19. Jahrhunderts und der Bau des Rheinseitenkanals Mitte des 20. Jahrhunderts schnitten die Altrheinauen fast völlig vom Rhein ab. Jetzt sollten die natürlichen Prozesse wieder gefördert werden, die Gewässer im Taubergießen eine neue Dynamik erhalten.

UNGER ingenieure erarbeitete die Objektplanung als Teil der Planfeststellungsunterlagen. Nach der Genehmigung erhielt UNGER ingenieure den Auftrag für die Ausführungsplanung und die Bauüberwachung aller wasserbaulichen Maßnahmen. An insgesamt 13 Baustellen wurde gebaggert und gebaut. Am Leopoldskanal und am Rhein sind ganze Abschnitte von Dämmen abgetragen worden, im Innern des Naturschutzgebietes, dem ehemaligen Überflutungsbereich des Rheins und der Aue, wurden Breschen geschlagen und alte Fließverbindungen wiederhergestellt. UNGER ingenieure verwirklichte dabei unter anderem folgende Maßnahmen: verschiedene Breschen, Umleitungsgerinne mit ständig überstromter Furt, Fischaufstiegsanlagen, verschiedene Durchlässe und Brückenbauwerke.

Über 2 Millionen Euro wurden in das internationale Projekt investiert, das zur einen Hälfte durch das Land Baden-Württemberg sowie die Anrainergemeinden und die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg finanziert wurde. Die andere Hälfte kam aus dem europäischen Programm INTERREG, da Teile des Gebiets zu Frankreich gehören und die Revitalisierung damit grenzüberschreitend war. Die Maßnahmen wurden in drei Teilen ausgeschrieben und innerhalb von nur sechs Monaten umgesetzt. Von Planungsbeginn bis zur Abnahme einschließlich Planfeststellungsverfahren dauerte das gesamte Projekt nur 16 Monate.

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