Die Herausforderungen eines Moorgebiets

Das Gelände der Ramstein Air Base zählt zur „Westpfälzischen Moorniederung“. Es kommt bereichsweise zur Bildung offener Wasserflächen, verursacht durch Niederschläge und periodisch hohe Grundwasserstände. Die offenen Wasserflächen locken Amphibien und Vögel an, was den Flugbetrieb beeinträchtigt. Ziel ist es, die unbefestigten Airfield-Bereiche im „Infield“ und angrenzend an die Landebahnen zu entwässern.

Entwaesserung Ramstein UNGER ingUNGER ingenieure erstellte ein Konzept zur Entwässerung des Airfield-Bereichs. Als Leitbild dient das ehemals vorhandene Vorflutsystem, das durch offene Gräben eine gezielte Entwässerung der Oberflächen und eine Begrenzung des maximalen Grundwasseranstiegs gewährleistete. Die hydraulischen und hydrologischen Funktionen sollen künftig mit Entwässerungseinrichtungen sichergestellt werden, die sowohl die Vernässung von Oberflächen vermeiden als auch luftfahrttechnische Vorschriften erfüllen. Deshalb werden für die Sanierung der offenen Wasserflächen im Airfield-Bereich Drainsysteme eingesetzt, die unter der Oberfläche liegen. Der Anschluss an den Hauptvorfluter erfolgt über kombinierte Pumpen-/Schwellenbauwerke, wodurch in der Regel ein Abfluss ohne Fremdenergie möglich wird.

Das Projekt auf einen Blick:

Auftraggeber: Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Kaiserslautern
Leistungen UNGER ingenieure: Studie, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
Technische Daten: 3 Pumpwerke (Fertigteilschächte mit 3 Tauchmotorpumpen à 40 l/s), 3 Durchpressungen (DN 600 und DN 800, je 70 m Länge), Erdarbeiten zur Geländeprofilierung (47.000 m2), Drainage- und Transportleitungen (DN 200 bis DN 400, ca. 8.600 m)
Kostenschätzung Studie: ca. 8 Millionen Euro