Geothermie HombergDie Landesausstellung zum Hessentag in Homberg (Efze) hatte das Schwerpunktthema „Regenerative Energien“. Also war es für UNGER ingenieure, die mit der Erschließung des Hessentagsgeländes beauftragt war, nur folgerichtig, Geothermie als Wärmequelle für ein geplantes Neubaugebiet vorzuschlagen und in einem Pilotprojekt für die Stadt Homberg zu realisieren. Mit einer Probebohrung wurden zunächst die Standortbedingungen erkundet. Auf diese Ingenieurleistung kommt es maßgeblich an. Denn bei der Auslegung von Erdwärmesondebohrungen spielen die Kenntnisse des Untergrunds die entscheidende Rolle. Die geologischen, hydrogeologischen und wasserwirtschaftlichen Gegebenheiten müssen vorher genau bekannt sein. Es muss sowohl das Energiepotenzial auch der ideale Ort und die ideale Tiefe der Bohrung bestimmt werden. Erst dann kann die Anlage optimal dimensioniert werden.

Geothermie – der Wachstumsmarkt im Energiesektor

Auf dem Hessentagsgelände, dem „Mühlhäuser Feld“, wurde die 160 Meter tiefe Versuchsbohrung abgeteuft und die Erdwärmesonde eingebaut. Die Sonde selbst besteht aus zwei PE-Doppel-U-Rohren, gefüllt mit Sole als Wärmeträger. Rund 60 Bauplätze sind auf dem ehemaligen Hessentagsgelände geplant. Sie alle können mit Erdwärme erschlossen werden. Dann könnte hier eine CO2-Einsparung von ca. 130 Tonnen jährlich realisiert werden. Für das Pilotprojekt Geothermie „Mühlhäuser Feld“ war UNGER ingenieure im Auftrag der Stadt Homberg für die Planung, Bauüberwachung und Projektsteuerung verantwortlich.

Das Projekt auf einen Blick:

Auftraggeber: Magistrat der Stadt Homburg
Leistungen UNGER ingenieure: Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung, Bauüberwachung, hydrogeologische Beratung
Technische Daten: Erdwärmesonde aus PE-Doppel-U-Rohren, Bohrtiefe 160 m