Logo NiddaMan kleinUnter der Federführung der Goethe-Universität in Frankfurt wird das Projekt NiddaMan in den kommenden drei Jahren ein nachhaltiges Wasserressourcen-Management im Einzugsgebiet der Nidda entwickeln. UNGER ingnieure ist einer von 11 Projektpartnern, die an diesem Forschungsvorhaben beteiligt sind.

Ende 2015 haben ca. 70 % der Gewässerabschnitte in Deutschland den nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie geforderten guten bis sehr guten ökologischen Zustand nicht erreicht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat deshalb Forschungsprojekte zur nachhaltigen Bewirtschaftung der regionalen Gewässer ausgeschrieben. NiddaMan gehört zu den vierzehn Anträgen, die jetzt aus ursprünglich über 100 Projektskizzen zur Förderung ausgewählt wurden.

Das Einzugsgebiet der Nidda ist repräsentativ für mitteleuropäische Fließgewässer. Die etwa 100 km lange Nidda entspringt im Vogelsberg und mündet in Frankfurt in den Main. In ihrem Oberlauf ist sie noch in einem nahezu naturnahen Zustand. Im Mittellauf treten zunehmend Konflikte zwischen Ökologie und landwirtschaftlicher Nutzung auf und im Unterlauf entstehen weitere Belastungen durch Wasserentnahmen und Wassereinleitungen von Verkehrsflächen und versiegelten Bereichen sowie Abwassereinleitungen von Siedlungen, Gewerbe und Industrie.

Ziel des Verbundprojekts ist es, das breit gestreute Wissen der 11 Projektpartner effektiv zu bündeln und so Synergien zwischen Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit zu nutzen. UNGER ingenieure bringt hier sein Praxiswissen um Planung, Betrieb und Optimierung von Kläranlagen bei der Entwicklung weitergehender Maßnahmen zur Reduktion der Gewässerbelastung durch Kläranlagenabläufe ein.

Über die rein wissenschaftlichen Untersuchungen zur Schadstoffbelastung und deren ökologischen Auswirkungen sind auch sozial-ökologische Studien geplant. Hier gilt es, das Wissen unterschiedlicher Akteure aus der Praxis einzubinden, Nutzer mit unterschiedlichen Interessen ins Gespräch zu bringen und Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt werden in ein Informations- und Managementsystem einfließen, das als Instrument für die wasserwirtschaftliche Praxis auch auf andere Regionen übertragbar sein soll. Im Fokus stehen die Bereiche Gewässerüberwachung, effektive Planung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen, Bildung und Qualifizierung von Fachpersonal, die Überwindung bisheriger Hemmnisse für ein effizientes Management der Wasserressourcen sowie Wissenstransfer in angrenzende Forschungssektoren.

NiddaMan ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit 2,4 Millionen Euro. Neben UNGER ingenieure sind die Goethe-Universität Frankfurt (Koordination), die Universität Tübingen, das Karlsruher Institut für Technologie, die Technische Universität Darmstadt, das Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt, die Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz und die Brandt Gerdes Sitzmann Wasserwirtschaft GmbH, Darmstadt, am NiddaMan-Projekt beteiligt. Assoziierte Partner sind das Hessische Landesamt für U