Logo NiddaMan kleinHintergrund für das Forschungsprojekt NiddaMan ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Schutz, Verbesserung und Sanierung von Oberflächengewässern und Grundwasser zum Ziel hat. Damit künftig der geforderte gute Zustand erreicht werden kann, wurde im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland” die Nidda als Modellregion für umfangreiche Studien ausgewählt. Im Zentrum stand unter anderem die Frage, welche Bedeutung Spurenstoffe für Fließgewässer haben und welche Maßnahmen Einträge am effektivsten reduzieren können.

UNGER ingenieure brachte in diesem Forschungsprojekt sein Praxiswissen über Planung, Betrieb und Optimierung von Kläranlagen bei der Entwicklung weitergehender Maßnahmen zur Reduktion der Gewässerbelastung durch Kläranlagenabläufe ein. Gemeinsam mit der TU Darmstadt entwickelte UNGER ingenieure ein Baukastensystem, das für Kläranlagen sowie Mischwasserentlastungen geeignete Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen zur Verfügung stellt. Die Ergebnisse von Bestandsaufnahmen aus Mischwasserentlastungen und Kläranlagen in Bezug auf Ablaufkonzentrationen und Einhaltung des Stands der Technik sind grundlegend.

Über die rein wissenschaftlichen Untersuchungen zur Schadstoffbelastung und deren ökologischen Auswirkungen wurden auch sozial-ökologische Studien umgesetzt. Es galt, das Wissen unterschiedlicher Akteure aus der Praxis einzubinden, Nutzer mit unterschiedlichen Interessen ins Gespräch zu bringen und Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt flossen in ein Informations- und Managementsystem ein, das als Instrument für die wasserwirtschaftliche Praxis auch auf andere Regionen übertragbar ist. Im Fokus stehen hier die Bereiche Gewässerüberwachung, effektive Planung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen, Bildung und Qualifizierung von Fachpersonal, die Überwindung bisheriger Hemmnisse für ein effizientes Management der Wasserressourcen sowie Wissenstransfer in angrenzende Forschungssektoren.

NiddaMan war Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland (ReWaM)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement (NaWaM)“. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit 2,4 Millionen Euro. Neben UNGER ingenieure sind die Goethe-Universität Frankfurt (Koordination), die Universität Tübingen, das Karlsruher Institut für Technologie, die Technische Universität Darmstadt, das Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt, die Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz und die Brandt Gerdes Sitzmann Wasserwirtschaft GmbH, Darmstadt, am NiddaMan-Projekt beteiligt. Assoziierte Partner sind das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie, Wiesbaden, das Regierungspräsidium Darmstadt und der Wetteraukreis, Friedberg.

Die Abschlusstagung fand am 20. März 2018 in der Goethe-Universität Frankfurt statt.

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier:
www.niddaman.de